Das Leben zu Beginn des dritten Jahrtausends brachte die weltweite Wissenschaft und die Agrarunternehmer dazu, neue Hightech-Elemente zu suchen und einzusetzen. Die wissenschaftlichen Entwicklungsarbeiten der ukrainischen Nanobiotechnologie – die neue Generation der Wachstumsregulatoren und die Techniken zu deren Nutzung – sind zu einer realen Errungenschaft von Weltniveau geworden.
Noch am Anfang des vorigen Jahrhunderts prophezeite das Akademiemitglied Mykola Holodnyj, dass die Analoga der Phytohormone, also die heutigen Biostimulatoren oder Wachstumsförderer, in der Zukunft eine bedeutende Rolle bei der Produktivitätssteigerung neuer Agrarkulturen bei einem gleichzeitig geringeren Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden spielen werden.
Aufgrund des Klimawandels, immer teurer werdenden fossilen Energieträgern und einer erhöhten Nachfrage nach pflanzlichen Rohstoffen für die Produktion von Bioethanol und Biodiesel bekommen die Wachstumsregulatoren eine besondere Bedeutung. Die durchschnittlichen Verbrauchswerte unserer Präparate betragen 20 bis 25 ml pro Tonne des dafür eingesetzten Saatguts und 10 ml pro Hektar der mit dem Mittel behandelten Pflanzen. Es werden 4 x 10-9 des Wirkstoffs pro Pflanze eingesetzt und deshalb kann hier mit Recht der Terminus Nanobiotechnologie verwendet werden.
Ökonomische Berechnungen ergeben, dass die Nanobiotechnologie eines der günstigsten Verfahren zur Steigerung der Hektarerträge und zur Qualitätsverbesserung darstellt. Pro investierter Bezugseinheit kann ein Gewinn von 18 bis 25 Einheiten erreicht werden.
Der Staatsbetrieb „Amtliches Zentrum für Wissenschaft und Technologie „Agrobiotech “ wurde am Institut für bioorganische Chemie und Erdölchemie der ukrainischen Akademie der Wissenschaften gegründet. Seine Aufgabe ist es, eine staatliche Regulierung der Spitzentechnologien zur Herstellung ökologischer Bioregulatoren zu ermöglichen und deren Einführung in den Agrarsektor zu beschleunigen.
In den letzten sieben Jahren wurde sowohl eine biotechnologische Produktion von 13 verschiedenen Wachstumsregulatoren in Gang gebracht als auch die Produktion von 45 Präparaten für die meisten Agrartechnologien. Das Wissenschaftszentrum kann Agrarunternehmen mit Anbauflächen von 1,5 Millionen Hektar beliefern, der Exportanteil liegt bei 27 Prozent.
Worin ist nun die Einzigartigkeit dieser wissenschaftlichen Entwicklungsarbeiten begründet? Aus der Ginsengwurzel wurden Mikromyzeten (Pilze) ausgegliedert und unter speziell entwickelten Bedingungen auf sterilen Nährböden in Bioreaktoren biotechnologisch kultiviert. Die Ausscheidungsprodukte verhalten sich ähnlich wie Phytohormone, Aminosäuren, Fettsäuren - darunter auch gesättigte Fettsäuren - Aminozucker und Oligozucker. Alle diese Ausscheidungsprodukte sind natürlich und ökologisch sicher. Präparate wie Biolan, Radostim und Emistym S sind Alkohol-Wasser-Extrakte der Ausscheidungsprodukte der Pilze. Zehn weitere Präparate beinhalten eine ausgewogene Zusammensetzung an natürlichen Elementen, Mikroelementen und Phytohormonen bzw deren Analoga.
Die Wissenschaftler erforschten die Prinzipien der physiologischen Wirkung auf der zellulären Ebene und erarbeiteten energiesparende Einsatzmechanismen der Präparate. Biostimulatoren fördern die Entwicklung gesunder und gut verzweigter Wurzelwerke bei einer gleichzeitigen Erhaltung einer gesunden mikrobiologischen Umgebung der Rhizosphäre sowie einem verstärktem Wachstum der Phosphat mobilisierenden und Stickstoff bindenden Bakterien.
Unter dem Einfluss der Biostimulatoren wird die Anpassungsfähigkeit der Pflanzen und ihre Stressresistenz gegenüber natürlichen und anthropogenen Faktoren gestärkt. Verschiedene internationale wissenschaftliche Institutionen stellten sowohl geringere Mengen an Ionen von Schwermetallen und Radionukliden als auch eine erhöhte Resistenz gegenüber Krankheiten und Schädlingen bei den behandelten Pflanzen fest. In den letzten Jahren wurde ein Rückgang der Mutationswirkung der Schadstoffe auf die pflanzlichen Zellen dank einer besseren Entgiftung durch oxidative Fermentsysteme der Höheren Pflanzen beobachtet.
Verschiedene Länder sind auf unsere Entwicklungsarbeiten in den letzten Jahren aufmerksam geworden. Ukrainische Wachstumsregulatoren wurden einer strengen staatlichen Prüfung unterzogen und wurden in folgenden Ländern registriert: Ukraine, Russland, Weißrussland, Kasachstan, Deutschland, China. Dieser Erfolg und die Kooperation mit den USA bestätigen das Weltniveau dieses Produktes.
Heute arbeiten wir in zwei internationalen Projekten die unter anderem aus den USA mitfinanziert werden:
Das in Deutschland registrierte Präparat Agrostimulin wird erfolgreich für Getreide, Raps etc. eingesetzt. Einen besonderen Charme besitzen die Orchideen, die Thomas Lenhard in der Nähe von Dresden schon seit sieben Jahren mit unseren Biostimulatoren behandelt. Seine Pflanzen haben ein um eine Woche schnelleres Wachstum und besitzen mehr Blüten pro Pflanze. Wir kooperieren erfolgreich mit Prof. V. Nowick und halten dieses Jahr eine Konferenz mit dem Titel „Radostim – 2008. Biopräparate in der Landwirtschaft“ (www.radostim.de) während der Ausstellung „Agro 2008“ in Kiew vom 10. bis 12.06.2008.
Eine erfolgreiche internationale Zusammenarbeit ist der Nährboden für den Einsatz von Nanobiotechnologien zur Lösung der mit dem Kyoto-Protokoll verbundenen Probleme. Die neuen Präparate fördern das Laubwachstum, die photosynthetische Aktivität wird durch den höheren Chlorophyllgehalt verstärkt. Es ist möglich, ohne dabei die Saatflächen zu erweitern, in einer Vegetationsperiode mehr als eine Tonne СО2 pro Hektar zu generieren. Die Wachstumsregulatoren werden in der Forstwirtschaft, in Baumschulen und bei der Regenerierung von Fußball- und Golffeldern erfolgreich eingesetzt. Sie beschleunigen nicht nur das Wachstum und die Entwicklung, sondern sie verstärken auch die Resistenz der Pflanzen gegenüber Schadstoffen jeglicher Art und somit tragen sie auch zum Umweltschutz bei.
Das Motto der Spezialisten von „Agrobiotech“ ist „Wohlstand durch Wissenschaft und Idealismus!“
Weitere Informationen: www.agrobiotech.com.ua.