africa: Businessguide 2010



Kompetenzportrait Investionsstandort

S.E. Sonwabo Eddie Funde

Botschafter der Republik Südafrika

Republik Südafrika


Südafrika: Sprungbrett nach Afrika
Südafrika hat ein enormes Potential an Investitionsmöglichkeiten. Das Land zählt zu den viel versprechenden, aufstrebenden Märkte der Welt, mit der einzigartigen Kombination aus einer gut ausgebauten Infrastruktur und einer lebendigen, freien Marktwirtschaft. Südafrika bietet unter anderem:

  • Gesunde makroökonomische Voraussetzungen
  • Moderne Bank- und Finanzdienstleistungen
  • Moderne Infrastruktur in den Bereichen Telekommunikation, Transport und Stromversorgung
  • Strom- und Energiepreise, die zu den preiswertesten der Welt zählen
  • die Genehmigung hundertprozentigen Auslandsbesitzes
  • einen großen regionalen Markt mit starken Wachstumsperspektiven
  • Zugang zu den Märkten in Afrika und am Indischen Ozean
  • Präferenzzugang zu den Märkten der Vereinigten Staaten und Europas
  • Reichtum an Bodenschätzen
  • einen hochentwickelten Landwirtschaftssektor
  • Privatisierungen von staatlichen Unternehmen


Stabiles System
Südafrika ist ein Schwellenland mit mittlerer BIP-Größenordnung, aber hoch entwickelter Wirtschafts-, Finanz- und Industriekultur. Ein Land mit traditionell gutem Bankenwesen und gut entwickeltem Telekommunikations-, Energie- und Transportsektor. Es ist eine stabile Demokratie mit präsidialem Zuschnitt.

Südafrika ist ein regionales Wirtschaftszentrum mit ca. 48 Mio. Einwohnern sowie internationaler Einbindung innerhalb der Region des südlichen Afrikas, der Gruppe der 15 SADC-Länder (Southern African Development Community) mit ca. 170 Mio. Einwohnern. Südafrikas Börse, die JSE, gehört zu den zehn größten Börsen der Welt. Durch seine zentrale Position mit guten Hafenstandorten eignet es sich hervorragend für Verwaltung und weitere Distribution in benachbarte Länder sowie als Produktionsstandort mit guter Logistik für Exporte in andere Regionen Afrikas.

Makroökonomische Stabilität
Südafrika hat fundmental gesunde Fiskal- und Wirtschaftsdaten, nachdem es die Staatsverschuldung von 60 Prozent des BIP (1994) auf 23 Prozent in 2007 abgesenkt hat. In den Jahren 2005-2007 gab es ein Wirtschaftswachstum von 5 Prozent und mehr. Für 2008 werden 3,1 Prozent Wachstum geschätzt.

Wirtschaftsabkommen
Südafrika hat mit vielen Ländern der Welt, Deutschland eingeschlossen, Investitionsschutzabkommen getroffen. Darüber hinaus existiert ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Südafrika, sowie ein Präferenzabkommen (AGOA) zwischen den USA und den SADEC-Ländern einschließlich Südafrika. In Kombination ergeben sich daraus die Reduzierung von Einfuhrzöllen auf verschiedene südafrikanischer Waren für den Export in diese Regionen.

Vielfalt von Wirtschaftssektoren
Basierend auf den weltgrößten Reserven an vielen strategischen Mineralien (Mangan, Chrom, Platingruppenmetalle, Vanadium) die Südafrika aufzuweisen hat, hat sich eine bedeutende Gießerei- und Stahlproduktionsbranche entwickelt, die auch für die weiterverarbeitende Metallwirtschaft von Interesse ist.

Eine erfolgreiche Weiterentwicklung hat sich im Automobilsektor, der ca 7,8 Prozent des BIP (2007) erwirtschaftet, schon eingestellt. In Südafrika befinden sich Automobilwerke von 7 der weltweit führenden Produzenten, darunter BMW, Daimler und Volkswagen, die auch weltweit exportieren. Eine leistungsfähige Zulieferbranche kann auf qualifizierte und erfahrene Mitarbeiter bauen. Südafrika ist führend im Katalysatorenbau und der Autoledersitzfertigung. In Ergänzung zu bestehenden Stärken des Maschinenbaus, besonders bei Bergbauzuliefern, bieten sich im Fahrzeugsektor (Pkw, Lkw und Nutzfahrzeuge) weitere Chancen für Zulieferer, unter anderem im Formenbau, die noch ausbaufähig sind. In diesem Zusammenhang sind auch die großen Anstrengungen Südafrikas zu nennen, sein Eisenbahnnetz nicht nur im Frachtbereich, sondern auch im Personenbeförderungsbereich (Nah- und Regionalverkehr) zu modernisieren und weitere Zulieferer in Südafrika anzusiedeln.

Große Infrastrukturinvestitionen im Umfang von alleine 60 Milliarden EUR über die Jahre 2009 – 2011 sollen zur Modernisierung des Energiesektors, des Transportwesens, der Flughäfen und im Städtebau führen. Die gegenwärtigen Kraftwerkskapazitäten von etwa 40 GW sollen sich bis zum Jahre 2025 auf 80 GW verdoppeln und regenerative Energiequellen mit einschließen. Im Rahmen dieser Maßnahmen sollen die Energieeffizienz bei privaten und gewerblichen Nutzern erhöhen werden. Hier öffnet sich ein weites Feld für Investoren mit technischem Know-how.

Südafrika liegt in derselben Zeitzone wie Großbritannien und bietet daher für Serviceunternehmen aus dem IT- und Callcenterbereich gute Voraussetzungen. Neben der europäisch geprägten Geschäftswelt ergänzen auch die günstigen Lohnkosten und verfügbare Mitarbeiter mit vielfältigen Sprachkenntnissen diesen Standort für Dienstleistungsunternehmen.

Die Chemie- und Pharmabranche sind hoch leistungsfähig und bieten wegen der vielen natürlichen Rohstoffe Erweiterungspotential für spezialisierte Unternehmen, insbesondere für Anbieter innovativer Lösungen zur AIDS/HIV-Behandlung.

Wirtschaftsförderinstrumente
Südafrika bietet Investoren aus dem produzierenden Sektoren, dem IT- und dem Tourismusbereich eine interessante Palette von Zuschüssen und Ausbildungsbeihilfen an.

Forschungseinrichtungen und Universitäten
Südafrika hat ein großes Netz von Universitäten und Forschungseinrichtungen wie der CSIR, die dazu beitragen, die knappen qualifizierten Fachkräfte zu ergänzen. Dazu gibt es eine Reihe von überbetrieblichen Brancheninitiativen zur Weiterbildung speziell für den Bedarf von Personal für Investoren.

Länderinformation
Südafrika setzt als Wirtschaftsmacht Nummer eins in Afrika in vielen Dingen Maßstäbe auf dem afrikanischen Kontinent. Das Land erwirtschaftet 23 Prozent des gesamten afrikanischen Bruttoinlandsproduktes (BIP)sowie 21,2 Prozent der Exporte des gesamten Kontinents. 80 Prozent des Eisenbahn-Schienennetzes Afrikas liegen in Südafrika und ca. 50 Prozent der Energie des Kontinents wird hier erzeugt. 2010 findet die erste FIFA-Fußballweltmeisterschaft in Afrika auf südafrikanischem Boden statt.

Die südafrikanische Wirtschaft hat sich von einer bergbaudominierten Volkswirtschaft zu einem Zentrum der verarbeitenden Industrie mit starker Automobil- (7,6 Prozent des BIP 2007, 19. Rang global) und einer bedeutenden chemischen Industrie (2,8 Prozent BIP 2007) weiterentwickelt. Zudem ist Südafrika zu einem wichtigen Dienstleistungszentrum für den Finanzsektors und Callcenterbranche geworden und verfügt über eine florierende Tourismuswirtschaft.

Südafrika unternimmt derweil große Anstrengungen seine Infrastruktur in den Bereichen Energie, Verkehrswesen, Städtebau und Wasser zu modernisieren. So soll der Anteil der Kohleverstromung von derzeit 88 Prozent auf weniger als 66 Prozent im Jahre 2025 reduziert werden.

Südafrikanische Botschaft
Tiergartenstr. 18
10785 Berlin, Germany
Tel.: +49 30 / 22 07 31 52
Fax: +49 30 / 22 07 32 07
Ansprechpartner:
Ismail Esau, Botschaftsrat
Hans-Friedrich Schmeding, Marketing Officer
Email: schmedingf@foreign.gov.za; wirtschaft@suedafrika.org
Internet: www.suedafrika.org

Südafrikanisches Generalkonsulat
Wirtschaftsabteilung
Sendlinger-Tor-Platz 5
80336 München, Germany
Tel.: +49 89 / 23 11 63-52 / -0
Fax: +49 89 / 23 11 63-50
Ansprechpartner:
Marc Müller, Marketing Officer
Email: mueller@suedafrika.org
Internet: www.suedafrika-wirtschaft.org, www.dti.gov.za

Offizielle Website des Landes: www.gov.za


Länderinformation

Staatsform: Parlamentarische Demokratie
Staatsoberhaupt: Präsident Jacob Zuma
Hauptstadt: Pretoria
Fläche: 1,220 Mio. km2
Bevölkerung: 48,783 Mio. Einwohner
Korrespondenzsprachen:
Alle 11 Landessprachen sind offizielle Sprachen: isiZulu (23,8 Prozent), isiXhosa (17,6 Prozent), Afrikaans (13,3 Prozent), Sepedi (9,4 Prozent), English (8,2 Prozent), Setswana (8,2 Prozent), seSotho (7,9 Prozent), Xitsonga (4,4 Prozent), siSwati (2,7 Prozent), tshiVenda (2,3 Prozent), isiNdebele (1,6 Prozent), andere Sprachen (0,6 Prozent). Deutsch gehört zu den von der Verfassung geförderten 14 anderen Sprachen
Amtssprachen: Afrikaans, Englisch, isiNdebele, isiXhosa, isiZulu, Nord-Sotho, Süd-Sotho, Setswana, siSwati, tshiVenda, Xitsonga
Währung: 1 Rand = 100 Cents

Wirtschaftslage
BIP 2008: 210,3 Mrd. EUR*
BIP pro Kopf 2008: 7.280 EUR*
Reales BIP-Wachstum 2008: 1,3 Prozent
Prognose 2009: -0,3 Prozent
Inflationsrate 2008: 11,3 Prozent
Prognose 2009: 6,1 Prozent
Gesamtimport 2008: 61,11 Mrd. EUR*
aus Deutschland: 7,3 Mrd. EUR
Gesamtexport 2008: 57,3 Mrd. EUR*
nach Deutschland: 5,3 Mrd. EUR

* geschätzt

Quellen: Südafrikanische Botschaft in Berlin, IWF, Weltbank, Statistisches Bundesamt