Investitionsmöglichkeiten in Malawi
In den Jahren 2004 bis 2009 hat Malawi eine bemerkenswerte sozialwirtschaftliche und politische Wandlung erlebt. Seine Exzellenz Präsident Dr. Bingu wa Mutharika setzt sich für die wirtschaftliche Stärkung des Landes und die Senkung der Armut in Malawi ein. Zur Bewältigung dieser Aufgabe hat die Regierung von Malawi in der Malawi Growth and Development Strategy (MGDS) bestimmte Sektoren als vorrangig eingestuft. Zu diesen Sektoren gehören: Produktion, Bergbau, Landwirtschaft, Tourismus, Forst- und Energiewirtschaft.
Die favorisierten Sektoren werden zu einer Steigerung der Exporterlöse des Landes beitragen und in- wie ausländischen Investoren optimale Gewinne ermöglichen. Die Regierung Malawis hat günstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen, eine Reihe unterschiedlicher Investitionsanreize und ein Rechtssystem geschaffen, das die Anlagen von Investoren und den Rückfluss von Kapitalerträgen schützt.
Privatinvestoren können entweder mit einer Firmenneugründung (greenfield investment) den Einstieg in den malawischen Markt wagen oder Partner ausfindig machen, die bereits in Malawi operieren. Die „Malawi Investment Promotion Agency“ (MIPA) pflegt eine Datenbank mit malawischen Investoren, die daran interessiert sind, mit ausländischen Unternehmen zusammenzuarbeiten. Auch die Regierung sucht nach Geschäftspartnern, die in Projekte investieren möchten. Hierbei stehen verschiedene Programme zur Teilnahme am privatwirtschaftlichen Sektor wie beispielsweise „Build, Operate and Transfer“ (BOT), „Build, Operate and Own“ (BOO) oder die Ausgabe von Konzessionen zur Auswahl.
Malawi, „das warme Herz Afrikas“, lädt Sie ein, im Land zu investieren und geschäftlich tätig zu werden. Sicherlich eine kluge Wahl!
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Länderinformation
Staatsform: Präsidialrepublik
Staatsoberhaupt: Präsident Dr. Bingu wa Mutharika
Hauptstadt: Lilongwe
Fläche: 118.484 km2
Bevölkerung: ca. 13,9 Mio. Einwohner
Korrespondenzsprachen: Englisch, Nationalsprache Chichewa, Verkehrssprache im Norden Chitumbuka
Währung: 1 Kwacha = 100 Tambala
Wirtschaftslage
BIP 2008: 8,27 Mrd. EUR*
BIP pro Kopf 2008: 560 EUR*
Reales BIP-Wachstum 2008: 7,1%
Prognose 2009: 6,9%
Inflationsrate 2008: 9%
Prognose 2009: 10,1%
Gesamtimport 2008: 716 Mio. EUR*
aus Deutschland: 25,0 Mio. EUR
Gesamtexport 2008: 488 Mio. EUR*
nach Deutschland: 37,2 Mio. EUR
Unter dem Namen Njassaland gehörte Malawi seit Anfang des 20. Jahrhunderts zu den britischen Kolonien. 1953 wurde Njassaland Mitglied der Zentralafrikanischen Föderation und erlangte schließlich im Juli 1964 als Malawi unter Premierminister Hastings Kamuzu Banda die Unabhängigkeit. Banda regierte das Land diktatorisch. Diese Diktatur endete 1993 mit einem friedlich ablaufenden Referendum. Deutschland hat diesen Demokratisierungsprozess finanziell und personell unterstützt. Die politischen Beziehungen sind freundschaftlich. Die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Malawi verlaufen problemlos in eingespielten privatwirtschaftlichen Kanälen. Malawi liefert vor allem Tabak nach Deutschland und bezieht Elektroartikel, Kfz, Maschinen und Chemikalien aus Deutschland.
Malawi ist ein Agrarland, dessen Erträge hauptsächlich der Selbstversorgung dienen. Es gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und ist sehr von ausländischen finanziellen Zuschüssen abhängig. Die Regierung verfolgt eine weitgehend marktwirtschaftliche Politik und setzt Bemühungen zur Liberalisierung und Privatisierung der Wirtschaft fort. Rohtabak erzielt bis zu 70 Prozent der gesamten Ausfuhrerlöse. Andere Exportgüter sind Tee, Zucker und ab 2009 Uran. Wichtigste Abnehmer sind Deutschland, die USA, Südafrika, Großbritannien und Japan. Die Einfuhr besteht in erster Linie aus Kapitalgütern, gefolgt von Energieträgern und Lebensmitteln. Wichtigster Lieferant ist Südafrika, aber auch Großbritannien, Deutschland und Japan.
Malawi ist Mitglied der Southern African Development Community (SADC) und des Common Market of Eastern and Southern Africa (COMESA).
* geschätzt
Quellen: Botschaft der Republik Malawi in Berlin, IWF, Weltbank, Statistisches Bundesamt