africa: Businessguide 2010



Kompetenzportrait Investionsstandort

S.E. Isidore Bio

Botschafter der Republik Benin

Republik Benin


Die Republik Benin liegt in der subtropischen Zone Westafrikas und grenzt an Togo, Burkina Faso, Niger und Nigeria. Zur Förderung der Wirtschaft hat die Regierung Benins in den vergangenen Jahrzehnten eine Reihe ökonomischer Reformen auf den Weg gebracht, welche die Produktionsbedingungen liberalisiert und das Geschäftsklima verbessert haben. So wurden die Grundlagen für einen dynamischeren Privatsektor, der ein kräftiges Wirtschaftswachstum herbeiführen und langfristig gesicherte Arbeitsplätze schaffen kann, gelegt. Dank des politischen Willens zur Weiterführung dieser eingeleiteten Reformen und der Unterstützung durch Entwicklungspartner hat sich seit 1990 das Wirtschaftswachstum bei fünf Prozent pro Jahr etabliert. Darüber hinaus bemüht sich die Regierung um Frieden und Stabilität und garantiert die Respektierung fundamentaler Freiheiten und demokratischer Grundlagen.

Pluspunkte Benins:
1. Eine bevorzugte geografische Lage
Die geografische Lage Benins verleiht dem Land einen Drehkreuzcharakter und begünstigt Transitaktivitäten mit den Ländern im Hinterland wie Burkina Faso, Niger und Mali. Der autonome Hafen von Cotonou ist von existenzieller Bedeutung für die Versorgung der Region.

2. Eine hohe landwirtschaftliche Nutzbarkeit
Benin produziert Erdnüsse, Ananas (von sehr hoher Qualität), Kakao, Kaffee, Cashewnüsse, Palmöl, Tabak etc. Das wichtigste Exportprodukt ist die Baumwolle. Der Schwerpunkt des nationalen Programms zur Modernisierung der Landwirtschaft liegt auf Diversifizierung und Mechanisierung – zwei Ziele, die Benin mit Unterstützung Deutschlands erreichen möchte.

3. Noch nicht erschlossene Rohstoff- und Energieressourcen
Eisen, Phosphate, Kalkstein, Marmor, Edelsteine, Erdöl und Thermalquellen sind die bedeutendsten Bodenschätze Benins.

4. Qualifizierte Arbeitskräfte

Zur Weiterentwicklung des industriellen Sektors wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) verbessert. Benin fördert Öffentlich-Private-Partnerschaften und wünscht sich in diesem Rahmen eine stärkere Unterstützung durch Deutschland und die EU, vor allem in den Bereichen Energie, Transport und Kommunikation.

Botschaft der Republik Benin
Englerallee 23
14195 Berlin
Tel.: +49 30 / 236 31 47-10
Fax: +49 30 / 236 31 47-40
E-Mail: contacts@botschaft-benin.de
Internet: www.botschaft-benin.de

Offizielle Website des Landes: www.gouv.bj


Länderinformation

Staatsform: Präsidialdemokratie
Staatsoberhaupt: Präsident Dr. Thomas Boni Yayi
Hauptstadt: Porto-Novo
Regierungssitz: Cotonou
Fläche: 112.622 qkm
Bevölkerung: 8,8 Mio. Einwohner
Korrespondenzsprachen: Französisch
Währung: 1 CFA Franc = 100 Centimes

Wirtschaftslage
BIP 2008: 4,86 Mrd. EUR*
BIP pro Kopf 2008: 1.050 EUR*
Reales BIP-Wachstum 2008: 5,1%
Prognose 2009: 3,8%
Inflationsrate 2008: 8,8%
Prognose 2009: 4,0%
Gesamtimport 2008: 543 Mio. EUR*
aus Deutschland: 55 Mio. EUR*
Gesamtexport 2008: 950 Mio. EUR*
nach Deutschland: 3,3 Mio. EUR*

Als Königreich Dahomey im 17. Jahrhundert gegründet gehörte das Land Ende des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts zu Französisch-Westafrika. 1974 wurde der Marxismus-Leninismus zur Staatsideologie und Dahomey in Benin umbenannt. Unruhen aufgrund der katastrophalen Wirtschaftslage führten 1989/1990 zu einer demokratischen Neuausrichtung.

Die Bundesrepublik Deutschland unterhält seit 1960 diplomatische Beziehungen zu Benin. Seit dem Ende der Diktatur ist das bilaterale Verhältnis ausgezeichnet, beschränkt sich jedoch hauptsächlich auf entwicklungspolitische Zusammenarbeit. Die Wirtschaftsbeziehungen sind eher schwach ausgeprägt. Das wichtigste Importgut aus Benin ist Baumwolle mit rund 20 Prozent Anteil am Gesamtimport. Deutschland exportiert vor allem Fahrzeuge und Fahrzeugersatzteile nach Benin.

Landwirtschaft und Handel mit den Nachbarstaaten prägen die Wirtschaft Benins. Das wichtigste Erzeugnis ist Baumwolle. Benin ist außerdem Transitland für Güter nach Nigeria, Burkina Faso, Niger und Tschad. In Cotonou befindet sich der größte Gebrauchtwagenmarkt Westafrikas. Die schwach entwickelte Industrie konzentriert sich vor allem auf Zementherstellung und Baumwollentkörnung. Der informelle Sektor, dem Schätzungen zufolge bis zu 90 Prozent des Wirtschaftsgeschehens zugerechnet werden müssen, ist sehr ausgeprägt. Die extreme Abhängigkeit des Außenhandels von der Baumwolle macht Benin weitgehend vom Geschehen auf dem Weltmarkt abhängig. So trugen die hochsubventionierten Überschüsse in den USA zum Preisverfall auf dem Weltmarkt bei. Gegen diese Subventionspolitik ist Benin allerdings zusammen mit Burkina Faso, Niger und Tschad im Rahmen der Welthandelsorganisation WTO vorgegangen.

* geschätzt

Quellen: Botschaft der Republik Benin in Berlin, IWF, Weltbank, Statistisches Bundesamt