Die politischen Reformen der vergangenen Jahre, das starke Wirtschaftswachstum sowie die anhaltend hohen Rohstoffpreise machen Afrika zu einem interessanten Investitionsstandort. Dies gilt nicht nur für multinationale Unternehmen, sondern auch für lokale Unternehmen, die durch ihr wirtschaftliches Engagement einen signifikanten Beitrag für die Entwicklung vor Ort leisten können. An dieser Stelle setzt die PPP Afrika-Fazilität an.
Nachhaltige Entwicklung durch Kooperation mit in Afrika ansässigen Unternehmen
Die PPP Afrika-Fazilität ist ein Finanzierungsinstrument zur Förderung von Entwicklungspartnerschaften mit in Afrika ansässigen Unternehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) realisiert gemeinsam mit lokalen Unternehmen, ihren Interessenverbänden, nationalen Behörden sowie anderen gesellschaftlichen Institutionen Public Private Partnerships und bezieht so die Privatwirtschaft in den Entwicklungsprozess mit ein. Unternehmen in Afrika nehmen dadurch die Wirtschaftsförderung als eigenes Anliegen wahr und sichern durch ihr langfristiges Engagement den Aufbau nachhaltiger Strukturen.
Die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern wird großgeschrieben
Jede Entwicklungspartnerschaft muss mit den sektoralen Schwerpunkten in Einklang stehen, die mit dem Partnerland vereinbart wurden. PPP, die aus der PPP Afrika-Fazilität finanziert werden, bewegen sich deshalb thematisch sehr nah an den laufenden Vorhaben der deutschen Technischen Zusammenarbeit vor Ort. In enger Abstimmung mit den lokalen privaten Partnern werden dabei PPP umgesetzt, die die gemeinsamen Interessen der Beteiligten verbinden, ihre jeweiligen Stärken nutzen und so die Lebensbedingungen der Menschen in Afrika nachhaltig verbessern.
Die PPP-Kriterien
Entwicklungspartnerschaften, die aus der PPP Afrika-Fazilität entstehen, werden mit in Afrika ansässigen Unternehmen eingegangen. Folgende fünf Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit eine PPP-Maßnahme umgesetzt werden kann:
Die Zusammenarbeit zwischen Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft trägt zur Stabilität und nachhaltigen Entwicklung in Afrika bei. Die PPP Afrika-Fazilität unterstützt Partnerschaften mit der Wirtschaft in verschiedensten Sektoren. Wichtig ist, dass die Kooperationspartner in Afrika ansässig sind und Interesse daran haben, sich langfristig in die Region einzubringen und sich als Partner für nachhaltige Entwicklung zu engagieren.
Südafrika: Supply Chain Strukturen nach der Landreform
Einheimischen Bauern, denen im Zuge der Landreform in Südafrika Grund und Boden zugesprochen wurde, fehlt es an landwirtschaftlichen Kenntnissen. Die Fehlnutzung der zu Verfügung stehenden Ressourcen führt sowohl zu Verarmung als auch zu Umweltschäden. Die afrikanische Vermarktungskette Pick’n Pay baut deshalb in Kooperation mit der GTZ und dem Agrar-Ministerium vor Ort kommerzielle Partnerschaften mit lokalen Bauern auf, um sicherzustellen, dass sie nachgefragte Qualitätsprodukte in ausreichender Menge produzieren. Pick’n Pay sichert sich so zuverlässige Lieferanten; die Bauern erzielen ein regelmäßiges Einkommen; und die vorhandenen Ressourcen werden umweltverträglich und nachhaltig genutzt.
Uganda: Sanitärversorgung in Armutsgebieten
Die Sanitärversorgung in den städtischen Armutsgebieten Ugandas ist alarmierend. Die Gesundheit der Bewohner ist zunehmend gefährdet: zirka 80 Prozent der epidemischen Krankheiten in Uganda stehen in Verbindung mit der unzureichenden Wasser- und Sanitärversorgung sowie dem schlechten Hygieneverhalten in den Haushalten. Im Rahmen einer PPP-Maßnahme mit den Unternehmen Crestanks und Polyfibre werden kostengünstige Sanitärprodukte auf den Markt gebracht, geeignete Finanzierungsinstrumente dafür entwickelt und eine Marketingkampagne durchgeführt, um das Hygienebewusstsein und -verhalten unter den städtischen Armen zu verbessern. Die lokalen Partner können dadurch ihre Produktpalette und das Kundensegment ausweiten, während in den Armutsgebieten durch mangelnde Hygiene verursachte Krankheiten reduziert werden.
Die Leistungen der GTZ
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