Afrika, insbesondere das subsaharische Afrika, kommt seit 50 Jahren nicht über den Export von Rohstoffen und agrarwirtschaftlicher Produkte hinaus. Die schwachen politischen Systeme des Kontinents, die fragwürdigen institutionellen Rahmenbedingungen und die geringen Handelsbeziehungen mit den globalen Märkten werden als maßgebliche Faktoren für die Stagnation angesehen. Die Zukunft der afrikanisch-deutschen Beziehungen hängt davon ab, für welchen Weg sich Deutschland entscheidet: Die Befreiung der Afrikaner von den Fußfesseln der globalen Märkte oder der Anschluss an die ausbeuterische Mentalität aller anderen Staaten, wodurch die Unterentwicklung sich noch verstärken wird. Man hat es versäumt, zu untersuchen, welche Rolle die Wirtschaftsordnung und politischen Systeme bei der Unterdrückung der Afrikaner durch Organisationen wie Weltbank, IWF und UN bei der Stagnation des Kontinents spielen.
Deutschland verfügt als eines der bedeutendsten Mitglieder der Weltbank und des IWF über eine herausragende Position und könnte sein einzigartiges System der sozialen Marktwirtschaft einsetzen, um die afrikanischen Länder bei der Erhöhung ihrer Produktivität zu unterstützen. Afrika braucht einen dynamischen Inlandsmarkt, der solide wirtschaftliche Bedingungen schafft und die politische Führung zur Verantwortung zieht. Es liegt auch im Interesse der Privatwirtschaft in Deutschland, in einem dynamischen afrikanischen Markt mit einer Milliarde Menschen aktiv zu werden. Ein afrikanischer Markt, in dem Eigentumsrechte gesetzlich geregelt sind und rechtsstaatliche Prinzipien gelten; der über klare und effiziente rechtliche Rahmenbedingungen für die Wirtschaft verfügt, die frei von Korruption und politischen Beeinträchtigungen sind.
Eine proaktive Partnerschaft zwischen deutschen und afrikanischen Geschäftsleuten ist der erste Schritt zu einer positiven Beziehung. Die Abschaffung der internationalen Weltverbesserer-Einrichtungen wird die Afrikaner mit Sicherheit zu Anteilseignern an ihren eigenen Ländern machen und dadurch für stabile makroökonomische Rahmenbedingungen sorgen. Die Befreiung afrikanischer Geschäftsleute von den global geschützten Marktsystemen sollte die zukünftigen Beziehungen Afrikas zu Deutschland bestimmen.